Yes we tortured some folks! | My name's Tomas Gonzalez and we have 60 min.

Ballhaus Ost
Pappelallee 15
DE-10437 Berlin
Freitag, 8. Februar 2019
19:00 Uhr

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YES WE TORTURED SOME FOLKS! Treffen sic...

YES WE TORTURED SOME FOLKS! Treffen sich Barack Obama, Donald Trump und ein namenloser Sozialist auf der Bühne… Was sich anhört wie ein schlechter Witz, beschreibt die prominente Personage von Halina Martha Jäkels besonderem Ein-Frauen-Programm. In ihrem politisch-musikalisch-performativen Solo entlarvt sie auf intelligente und gleichermaßen humorvoll-boshafte Art, wie das Phänomen des populistischen Sprechens unsere Wahrnehmung von Politik und Gesellschaft verändert. Ihre drei Politiker repräsentieren ein politisches Denken, das den Wert des inhaltlichen Arguments durch eine »Inszenierung des Ehrlichen« ersetzt hat. Mögen nun Barack Obama und Donald Trump inhaltlich auch noch so weit auseinanderliegen – beide verkörpern ein politisches Versprechen, das weniger in konkreten Inhalten, sondern in medialer Präsenz begründet ist. In ihrem Abend verbindet Halina Martha Jäkel performative Show-Elemente mit einer scharfen Darstellung politischer Inhalte und rechtspopulistischer wie auch neoliberaler Rhetorik. Yes we tortured some folks ist eine kluge und höchst unterhaltsame Mischung aus Schauspiel, Musik, Gesang und Artistik mit Physical Theatre-Elementen. In deutscher Sprache. Performance: Halina Martha Jäkel Konzept, Text: Halina Martha Jäkel, Jakob Arnold Regie: Jakob Arnold Piano: Max Brackmann Kostüme: Nathalie Himpel Eine Produktion von Halina Martha Jäkel. MY NAME'S TOMAS GONZALEZ AND WE HAVE 60 MIN. »My name’s Tomas Gonzalez and we have 60 min.« taucht ein in ein Universum aus Popmusik der 80er Jahre, persönlichen Geschichten von kleinstädtischen Schlagersängern, Geständnissen großer Diven und unseren alltäglichen Sehnsüchten nach Ruhm und radikaler Veränderung. In seiner autofiktionalen Ein-Mann-Show verschmilzt Tomas Gonzalez mit seinen weiblichen Idolen, mit ihren Gesten und ihren Bühnen-Ichs. Ebenso wird er zum Vektor seiner eigenen Biografie und der Sänger*innen, die er traf – ob berühmt oder nicht. Auf diesem Weg dekonstruiert er im Verlauf des Abends die Produktion und Gestaltung von Ruhm und Gefühlen und holt zuletzt das Publikum selbst auf die Bühne. Tomas Gonzalez‘ Performance ist eine partizipative Karaoke-Session, die die Realität mit den Melodien von Shirley Bassey, Nena, Tina Turner oder Bonnie Tyler auseinandernimmt, bevor sie mit einer Tanzparty endet – oder ausartet. In englischer Sprache. von und mit: Tomas Gonzalez Künstlerische Mitarbeit: Igor Cardellini, Camille Luscher Produktionsleitung: Désirée Domig Eine Produktion von K7 Productions in Koproduktion mit Les Urbaines Lausanne. Gefördert durch Ville de Lausanne und Corodis (Commission Romande de Diffusion de spectacles).