Stadttheater #1 - Premiere

LICHTHOF Theater
Mendelssohnstraße 15
DE-22761 Hamburg
Friday, April 26, 2019
20:15 clock

 Share this page

Pflegepersonal trifft auf Drag-Kultur, S...

Pflegepersonal trifft auf Drag-Kultur, Spendensammler*innen auf zeitgenössischen Tanz und Bürger*innen wie du und ich bauen utopische Räume. Berufspendler*innen fahren nicht zur Arbeit, sondern ins Theater und Spielleiter*innen treiben ein doppeltes Spiel zwischen Theater- und Brettspiel. Diverse Stimmen suchen den gemeinsamen Ton und Taxifahrer*innen driften in die virtuelle Realität der Stadt ab, während zwei fremde Menschen im Theaterraum eine Beziehung aufbauen. Für STADTTHEATER haben wir Bürger*innen und Künstler*innen eingeladen, das Theater gemeinsam zu erobern und es für sich als Raum zu nutzen, indem sie im Kleinen wie im Großen nichts Geringeres als die Gesellschaft als Ganzes verhandeln. Neun Künstler*innen arbeiten mit Institutionen und Gruppierungen aus der Stadt zusammen. Das LICHTHOF öffnet seine Räume für Hamburg und seine Bewohner*innen, ihre Themen, ihre Stimmen, ihre Körper. Welche Themen fördern sie gemeinsam zutage? Welche gemeinsame Sprache finden sie? Und wie kann ein Theaterraum aussehen, wenn er die Stadt spiegelt, in der er steht? An jeweils drei Abenden zeigen drei Künstler*innen/Gruppen ihre Arbeiten. STADTTHEATER #1 Der Choreograf Frank Koenen und die Mitarbeiter*innen der Kleiderkammer HANSEATIC HELP entwickeln eine tänzerische Performance über Kleidung. Véronique Langlott und Das Institut für Quadratmeter zeigen eine performative Interaktion mit Hamburger Bürger*innen zur Neugestaltung der Nutzung von Quadratmetern im öffentlichen Raum und der Künstler Philipp Joy Reinhardt hat Anne gefunden, die nichts mit Theater am Hut hat, aber Ukulele spielt. Sie haben beschlossen, eine Arbeitsbeziehung einzugehen und diese auf der Bühne zu verhandeln. KLEIDUNGSSTÜCK Frank Koenen + Hanseatic Help Kleidung umgibt uns und unsere Körper permanent. Wenig kommt unserer Haut so nah wie Kleidung, sie berührt uns fast überall und wir berühren sie. Sie kann sich weich, hart, warm, dünn, dick, leicht, schwer, kratzig oder glatt anfühlen. Kleidung sagt über uns wer wir sind, was wir tun und wo wir stehen. Durch Kleidung können wir lenken, wie uns andere wahrnehmen und sie hilft uns zu sein, wer wir sein wollen. Die Mitarbeiter*innen und Freiwilligen bei HANSEATIC HELP haben tagtäglich auch beruflich mit Kleidung zu tun: unter dem Motto #einfachmachen sorgen sie dafür, dass Kleiderspenden denjenigen zugutekommen, die sie benötigen. Vor diesem Hintergrund gehen Mitarbeiter*innen von HANSEATIC HELP der Frage nach: Wie bewegt Kleidung uns und wie bewegen wir Kleidung? Gemeinsam mit Frank Koenen und begleitet von dem Perkussionisten Daniel Hansen entwickeln sie eine tänzerische Performance zu dieser Fragestellung. Von und mit: Mitarbeiter*innen von HANSEATIC HELP, Frank Koenen, Daniel Hansen, Joscha Bernath QUADRATMETER ABSCHAFFEN. JETZT! Véronique Langlott + Das Institut für Quadratmeter Der Startpunkt dieser Arbeit ist eine Neugründung: Anfang 2019 entsteht das INSTITUT FÜR QUADRATMETER. Ziel des Instituts ist die Abschaffung der reglementierten Nutzung von Quadratmetern im öffentlichen Raum und deren mögliche Neugestaltung durch einen vom Institut gestellten neuen Stadtrat für Hamburg. An mehreren Terminen entwickeln und verhandeln die Mitglieder des neuen Stadtrats Ideen für die Gestaltung von Quadratmetern. Ausgesuchte Aspekte werden in Fachausschüssen weiterbearbeitet und im Anschluss in einer performativen Interaktion im LICHTHOF Theater präsentiert. Das Theater wird zu einer territorialen Stadtmatrix in der neue Gleichungssysteme aufgestellt, Quadratmeter addiert oder miteinander multipliziert und neue Quadratmeterkonzepte umgesetzt werden – ein Ort, an dem das Konzept Stadt neu gedacht wird. Von und mit: Mitgliedern des Instituts für Quadratmeter, Katrin Bethge, Jessica Anna Herden, Véronique Langlott, Michael Ziehl BELLYBUTTON +1 Philipp Joy Reinhardt + Anne Keppeler „Hallo, ich bin Philipp. Ich suche eine Person, die normalerweise nichts mit Theater zu tun hat, sich aber vorstellen kann auf einer Bühne zu stehen. Dafür sind keine besonderen Talente erforderlich, du musst nicht besonders toll singen und tanzen können, du darfst sogar schüchtern sein.“ So begann das Gesuch, das Philipp Joy Reinhardt in unmittelbarer Umgebung des LICHTHOF verteilt hat. Angesprochen gefühlt hat sich Anne. Anne ist überhaupt nicht schüchtern und sie kann Ukulele spielen. Anne und Philipp haben sich getroffen und beschlossen, eine Arbeitsbeziehung für dieses Projekt einzugehen. Diese Beziehung und wie sie funktioniert werden sie gemeinsam auf der Bühne performen. Das Theater bekommt in dieser Arbeit eine neue Bestimmung: es konstituiert eine Beziehung zwischen zwei Menschen, die sich sonst nie begegnet wären. Von und mit: Anne Keppeler, Philipp Joy Reinhardt Künstlerische Leitung und Dramaturgie: Alida Breitag Von und mit: Hamburger Bürger*innen und Institutionen, Frauen und Fiktion, Frank Koenen, Véronique Langlott, Charlotte Pfeifer, plastiq, Philipp Joy Reinhardt, Helge Schmidt, Gloria Schulz und Christopher Weymann Mitarbeit: Lisa Eimer Licht und Technik: Sönke Christian Herm Gefördert durch: Behörde für Kultur und Medien Hamburg, Alfred Toepfer Stiftung, Rudolf Augstein Stiftung, Lichthof Stiftung, Theaterpreis des Bundes Illustration (c) Moritz Schulze