Frühstück bei Monsieur Henri - Komödie von Ivan Calbérac

Kulturzentrum - Rudolf-Wild-Halle
Schulstraße 6
DE-69214 Eppelheim
Dienstag, 19. März 2019
20:00 Uhr

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Monsieur Henri, ein grimmiger, bärbeißig...

Monsieur Henri, ein grimmiger, bärbeißiger alter Witwer, lebt in seiner wunderschönen Pariser Altbauwohnung allein. Und das ist auch gut so. Findet zumindest Henri, denn im Grunde genommen kann er niemanden so richtig ausstehen. Ausgenommen natürlich seinen Sohn Paul – der jedoch ist Henris Meinung nach mit einer schrecklichen Frau verheiratet. Paul und Schwiegertochter sorgen sich zunehmend um den Gesundheitszustand ihres alten Herrn und so legen sie fest, dass Henri fortan nicht weiter allein leben kann. Eine Wohngemeinschaft wäre die ideale Lösung – so sieht das zumindest Henris Sohn. Der Alte sperrt sich, doch er hat keine andere Wahl. Entweder er vermietet sein Zimmer an eine Studentin unter, oder er geht ins Altersheim. Ein junges, 21-jähriges Mädchen, Constance, stellt sich vor. Der alte Griesgram tut alles, um sie zu entmutigen, doch sie braucht dieses Zimmer und schluckt seine Grobheiten. Sie muss dafür jedoch widerwillig eine Bedingung des Alten akzeptieren: Da er seine Schwiegertochter nicht ausstehen kann, soll Constance versuchen, seinem Sohn den Kopf zu verdrehen, damit der seine Frau verlässt. Und so kommt es tatsächlich, dass beide einem „Wohnen auf Zeit“ zustimmen. Es entwickelt sich ein ebenso komödiantisches wie emotionales Chaos mit und bei allen Beteiligten, das etliche Fragen aufwirft, die im Laufe des Stückes mit Leichtigkeit und großem Unterhaltungswert beantwortet werden. Ist Monsieur Henri ein bösartiger Mensch? So, wie er sich manchmal verhält, ist er es und macht es zumindest den Anschein. Aber das ist natürlich sehr viel komplizierter. Und sein Sohn? Das Opfer eines erdrückenden Vaters? Ja, aber... Und dessen Frau? Ein Dummchen, das alles „fabelhaft“ findet, oder aber eine Frau mit reinem Herzen, gläubig, würdig, die ihren Kummer verbirgt, kinderlos zu sein? Und Constance? Ein unbekümmertes, leichtfertiges, sprunghaftes und ebenso durch ihren Vater erdrücktes Mädchen? Oder doch nur eine junge Frau, die auf der Suche nach sich selbst ist und es nicht wagt, ihre geheimsten Wünsche zu formulieren? Foto: Komödie am Altstadtmarkt