Szenische Lesung mit Whiskyverkostung - Dylon Thomas "Rückreise"

Dominikanerkloster Prenzlau
Uckerwiek 813
DE-17291 Prenzlau
Freitag, 4. Mai 2018
19:30 Uhr

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Dylan Thomas - RÜCKREISE Eine szenische...

Dylan Thomas - RÜCKREISE Eine szenische Lesung dreier Erzählungen des genialen Waliser Poeten und Schriftstellers mit Moritz Röhl. Im Ticketpreis inbegriffen ist eine Whiskyverkostung. Der Dichter Dylan Thomas(1914 -1953) hat den Stoff für seine Werke in seiner walisischen Heimat gefunden. Es war eine kultivierte Hass-Liebe, die Dylan Thomas zu seiner Heimatstadt Swansea oder auch gleich zu ganz Wales, dem Hinterhof Großbritanniens, pflegte. Es war aber auch die Sehnsucht nach dem verlorenen Paradies der Kindheit, nach einer Zeit, die nicht zurückgeholt werden kann. "Als ich jung war und grün unter den Apfelzweigen" – dichtete er und so ist er immer geblieben. Er ist immer das Kind, das unter den Apfelbäumen liegt und träumt. Dylan Thomas war nach eigener Aussage Waliser, Trinker und Liebhaber der Frauen. Aber vor allem war er einer der bedeutendsten Dichter der Moderne. Er schrieb Gedichte, Essays, Drehbücher und das Hörspiel Unter dem Milchwald, das ihn berühmt machte. Thomas hat wie besessen geschrieben über Liebe, Angst, Geburt, Tod, Leidenschaften und Süchte und vor allem getrunken. Er verbrachte, so seine Frau, den besten Teil des Morgens in der Küche der Dorfkneipe, schloss Pferde-Wetten ab und lauschte, ja tatsächlich, lauschte mit offenem Mund dem Klatsch und den Skandalgeschichten und trank langsam, aber regelmäßig dieses eklig schale Welsh Bitter. 1953 fiel er nach 18 Gläsern Whisky ins Koma und starb. Es ist kein Zufall, dass Thomas nie den Versuch unternahm, ein dramatisches Werk zu schreiben. Er sagte von sich, er sei "erste Klasse der zweiten Klasse", wobei seine Anhänger mit dieser bescheidenen Selbsteinschätzung sicher nicht mitgehen. Wer heute an Dylan Thomas denkt, denkt vor allem an das Hörspiel "Unter dem Milchwald". Der große Theaterkritiker Friedrich Luft meinte, dass sich "Thomas´ quellende Sprache sich wie ein warmer Regen über eine Landschaft des Alltags senkt. Und siehe, nun blühen die Kleinstadtfiguren, werden spektakulär, werden in all ihrer Spießigkeit interessant, rund, tragisch oder komisch. Er fand, dass der Dichter heimlich das Dach von den Häusern hebt. Der Blick in das Innere erweist sich als Besuch in einem Menschen-Zoo, dessen Insassen nur durch die Gitterstäbe der Konvention daran gehindert werden, sich aus Gier oder Gemeinheit oder trunkener Verzückung selber oder gegenseitig zu zerfleischen. Mit der szenischen Gestaltung der Erzählung Rückreise macht der Schauspieler Moritz Röhl deren schrullige Figuren lebendig.